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Unterhaltsrechner – Online Unterhalt berechnen


Leben die Eltern eines Kindes aus irgendwelchen Gründen nicht zusammen, so muss irgendwie gemeinsam für den Unterhalt des Kindes gesorgt werden. Der Elternteil, bei dem das Kind lebt, sorgt mit Unterkunft, Essen, Trinken, Kleidung et cetera für den sogenannten Naturalunterhalt. Der andere Elternteil ist verpflichtet, seinen Anteil in Form des sogenannten Barunterhalts beizusteuern. Das gilt so aber nur für minderjährige Kinder. Volljährige Kinder können von beiden Elternteilen Barunterhalt verlangen.

Düsseldorfer Tabelle liegt allen Unterhaltsrechnern zugrunde

Wer wieviel Unterhalt für welches Kind zahlen muss, ist in der sogenannten Düsseldorfer Tabelle festgelegt. Ausschlaggebend für die Berechnung der monatlichen Geldaufwendungen sind das Einkommen, die beruflichen Aufwendungen, bestehende Immobiliendarlehen und das Alter des Kindes. Die Düsseldorfer Tabelle sieht drei verschiedene Altersstufen vor, dazu kommt die Stufe Volljährigkeit. Je älter ein Kind ist, desto mehr Geld benötigt es monatlich.

Kindergeld ist bereits berücksichtigt

Allgemein wird davon ausgegangen, dass der Elternteil, bei dem das Kind lebt, das Kindergeld in voller Höhe erhält. Dementsprechend ist es im Unterhaltsrechner nicht zusätzlich angegeben. Da die Kindergeldzahlungen beiden Elternteilen (nicht dem Kind) zustehen, ist eine Hälfte davon bei der Berechnung des Kindesunterhalts berücksichtigt. Dieser Betrag mindert den u zahlenden Kindesunterhalt. Der Betrag, den der Unterhaltsrechner nennt, muss tatsächlich an den Elternteil, bei dem das Kind lebt gezahlt werden. Oder natürlich an das volljährige Kind, das alleine wohnt. Bei volljährigen Kindern wird das Kindergeld vollständig mindernd auf den zu zahlenden Kindesunterhalt angerechnet. Das nimmt der Unterhaltsrechner selbständig vor.

Es gibt einen Selbstbehalt

Der Selbstgehalt ist das Geld, das dem barunterhaltspflichtigen Elternteil für den eigenen Bedarf zur Verfügung stehen muss. Dieser Betrag darf bei Unterhaltspflicht nicht angetastet werden. Bei erwerbstätigen barunterhaltspflichtigen Eltern liegt dieser Selbstbehalt bei 1.080 Euro monatlich, bei nichterwerbstätigen barunterhaltspflichtigen Elternteilen bei 880 Euro monatlich. Hat der barunterhaltspflichtige Elternteil nach Abzug des Zählbetrags weniger Geld als im Selbstbehalt festgelegt zur Verfügung, muss die sogenannte Mangelfallberechnung durchgeführt werden.

Ermittlung des realen Gesamteinkommens

Ausschlaggebend für die Höhe des zu Barunterhalts ist nicht nur der Bedarf des Kindes, der sich aus der Altersstufe ergibt, sondern auch das reale Gesamteinkommen des zahlungspflichtigen Elternteils. Und das setzt sich zusammen aus Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft, aus Gewerbebetrieb, aus selbständiger Arbeit, aus nichtselbständiger Arbeit, aus Vermietung und Verpachtung sowie aus sonstigen Einkünfte. Diese Einkünfte müssen zur Ermittlung des realen Gesamteinkommens zusammengerechnet werden.

So funktioniert der Unterhaltsrechner

Der Unterhaltsrechner ist so angelegt, dass der barunterhaltspflichtige Elternteil alle nötigen Angaben macht. Geben Sie im ersten Feld Ihr Nettoeinkommen ein. In der zweiten Zeile geben Sie an, ob Sie erwerbstätig sind oder nicht. Die dritte Zeile fragt Ihre berufsbedingten Aufwendungen ab. In der nächsten Zeile können Sie eintragen, wie hoch Ihre Immobiliendarlehen sind. Denn belastende Kredite wirken sich mildernd auf die Unterhaltspflicht aus. Im Anschluss geht es um Ihre Kinder: Geben Sie bitte in jeder Zeile die zutreffende Altersstufe an. Das Ergebnis sehen Sie darunter: Rot hinterlegt ist der Unterhalt, den Sie zahlen müssen, sowie das verbleibende Nettoeinkommen. In den grau hinterlegten Zeilen darunter ist noch einmal aufgeschlüsselt, für welches Ihrer Kinder der Barunterhalt wie hoch genau ausfällt.

/ stars