Einkommenssteuererklärung 2018: So sparen Sie zum Jahresende nochmal legal Steuern

Das Jahr 2018 neigt sich langsam dem Ende zu, sodass die Steuererklärung für das kommende Jahr weiter in den Fokus rückt. Doch wer seine Steuerlast auch im kommenden Jahr senken möchte, der muss bereits in diesem Jahr aktiv werden. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre Steuern reduzieren können.

Steuern durch die Einkommenserklärung sparen

Schlaue Steuerzahlen haben die Möglichkeit Ausgaben noch in diesem Jahr zu realisieren. Wer dahingegen bereits viele Ausgaben realisiert hat, der sollte entsprechende Ausgaben auf das kommende Jahr verlagern. Dies sind die Grundsätze, um Steuern zu sparen. Allerdings gibt es bereits jetzt einige Tätigkeiten, die Steuerpflichtige tun können, um die Steuerlast zu senken. Der Bund der Steuerzahler hat aus diesem Grund eine Broschüre veröffentlicht, die 15 Tipps zur Reduzierung der Steuer beinhaltet.

Vorhandene Belege aufbewahren und sortieren

Seit Jahren sammeln Steuerzahlen passende Belege für Fachliteratur, Weiterbildungsmaßnahmen, Berufsbekleidung sowie Handwerksleistungen. Diese Belege sollten dringend chronologisch sortiert werden. Dabei ist eine Trennung nach Jahren empfehlenswert. Diese Quittungen müssen mittlerweile nicht mehr eingereicht werden, doch sollte die automatische Prüfung eine manuelle Nachkontrolle beinhalten, so bietet diese Ordnung einen Vorteil. Zudem werden wichtige Kostenpositionen nicht versehentlich vergessen.

nötige Ausgaben vorverlegen

Sollten die Einkünfte im kommenden Jahr sinken, so sollten größte Ausgaben in das aktuelle Steuerjahr vorgezogen werden. Somit lässt sich eine Reduktion der Steuerlast sowie eine höhere Steuererstattung realisieren. Vor allem Arbeitnehmer, die in Rente gehen oder in eine Teilzeitbeschäftigung wechseln, können von diesem Vorgehen profitieren.

Mehr als 1.000 Euro an Werbungskosten ansetzen

Der Staat räumt jeden Steuerzahler einen Freibetrag von 1.000 bei den Werbungskosten ein. Doch dieser Pauschbetrag lässt sich durch die Anrechnung der täglichen Entfernungspauschale sowie durch die Berücksichtigung weiterer Werbungskosten schnell überschreiten. Sollte dieser Wert dennoch unterschritten werden, so sollten Ausgaben vorgezogen werden. Grundsätzlich gilt, dass jeder Euro bei den Werbungskosten für eine Senkung der Steuerlast sorgt.

Haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerkosten geltend machen

Zu diesen möglichen Kosten zählen etwa Ausgaben für Dienstleister, die im Haushalt tätig werden. Die Bezahlung dieser Dienstleister kann im aktuellen Steuerjahr oder im kommenden Steuerjahr erfolgen. Der Zahlungstermin bestimmt den Termin der Berücksichtigung für die Steuererklärung. Zusätzlich können jährlich rund 1.200 Euro an Handwerkskosten geltend gemacht werden. In Klärung ist zum aktuellen Zeitpunkt, ob Straßenausbaubeiträge für Anlieger in diese Kategorie gezählt werden dürfen. Sollte ein Winterdienst in Form einer haushaltsnahen Dienstleistung genutzt werden, so beläuft sich der ansetzbare Betrag auf 4.000 Euro im Kalenderjahr. Dieser Maximalbetrag ist bei Ausgaben von 20.000 Euro ausschöpfbar.

Kauf eines Smartphones oder Tablets

Auch der Kauf eines elektronischen Geräts, etwa ein Smartphone oder Tablet, kann für die Steuererklärung sinnvoll sein. Sollten diese Geräte im Rahmen der beruflichen Tätigkeit genutzt werden, so kann das Arbeitsmittel mitunter komplett angerechnet werden. Die komplette Anrechnung ist möglich, wenn der Bruttowert des Geräts bei maximal 952 Euro liegt. Liegt der Wert unter dieser Schwelle, so ist die komplette Abschreibung möglich.

Private Altersvorsorge

Die staatliche Rentenvorsorge steht in der Kritik und immer mehr Deutsche investieren in eine private Rentenvorsorge. Wer über einen Riester-Vertrag, eine Rürup-Rente oder eine betriebliche Rente verfügt, der muss auf die Einzahlung eines jährlichen Mindestbetrags achten. Wurde dieser erreicht, so kann in gewissen Fällen eine staatliche Förderung genutzt werden. Das bekannteste Beispiel ist die Rürup-Rente, welche einen Steuervorteil von 23.362 Euro gibt. Rund 84 Prozent dieser Ausgaben sind steuerlich ansetzbar.

Bündeln von Krankheitskosten

Eine weitere Möglichkeit zur Reduzierung der Steuerlast ist das Sammeln von Krankheitskosten. Hierzu gehört der Zahnersatz oder die neue Brille, die als außergewöhnliche Kosten angesetzt werden können. Hierbei kann allerdings nur der Betrag oberhalb der zumutbaren Belastung berücksichtigt werden. Ein Rechner ermöglicht die Kalkulation der Steuererstattung. Auf Basis des Ergebnisses kann eine Entscheidung zur Geltendmachung getroffen werden.

Steuersparen beim Autokauf

Käufer, die mit dem Erwerb eines neuen Fahrzeugs liebäugeln, können dieses Jahr enorme Steuerersparnisse erzielen. Das liegt an der Einführung des neuen Messzyklus WLTP, welcher eine realitätsnähere Angabe der Emissionen und Verbräuche vorsieht. Da diese aufgrund des realistischeren Messverfahrens gestiegen sind, hat sich auch die Steuer zulasten der Steuerzahler verändert. Im Durchschnitt sind die Messwerte um 20 Prozent gestiegen. Dabei wurde die Formel zur Bemessung der Kfz-Steuer nicht angepasst. Da diese neben dem Hubraum auch die CO2-Emissionen berücksichtigt, ergeben sich höhere Steuerlasten für die Autofahrer.

Da dieses Verfahren jedoch erst ab dem 1. September 2018 vollständig eingeführt wurde, sind Fahrzeuge mit einer früheren Zulassung nicht beeinflusst. Aus diesem Grund haben zahlreiche Hersteller Fahrzeuge produziert und vorab zugelassen. Diese Fahrzeuge kommen mit einer niedrigeren Kfz-Steuer daher und bieten zudem einen Bonus in Form eines Preisnachlasses.

2019 wird es Beitragserhöhungen für Sozialbeiträge geben

Das kommende Jahr wird voraussichtlich steigende Beitragsbemessungsgrenzen für Steuerzahler bereithalten. So sollen die Beitragsbemessungsgrenzen erneut angepasst werden. Vor allem Gutverdiener müssen somit weitere Abzüge in Kauf nehmen. Demnach wird die Obergrenze für die Renten- und Arbeitslosenversicherung in Westdeutschland von 6.500 auf 6.700 Euro angehoben. Im Osten wird dieser Wert bei 6.150 Euro liegen. Somit ergibt sich für einen Westdeutschen mit einem Einkommen von 6.700 Euro eine Mehrbelastung von 18,60 Euro im Monat. Die gute Nachricht dahingegen ist, dass sich der Beitragssatz der Rentenversicherung nicht erhöht und somit bei 18,6 Prozent bleibt. Eine Erhöhung wird allerdings bis 2023 erwartet.

Die Arbeitslosenversicherung wird dahingegen wahrscheinlich fallen. Der Sozialversicherungsbestandteil wurde zuletzt mit 3 Prozent berechnet und fällt nun auf 2,5 Prozent. Eine Erhöhung um 0,5 Prozent wird es dahingegen bei der gesetzlichen Pflegeversicherung geben. Ausgeglichen wird dies durch die Beteiligung des Arbeitgebers an der Beteiligung des Zusatzbeitrags der Krankenversicherung. Dieser wird nun zur Hälfte vom Arbeitgeber übernommen.

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