rechner - pro Logo
Finden Sie mit unserem Aktiendepot Vergleich den günstigsten Broker

Aktiendepot

Wer Aktien kauft, sollte zuerst einen Aktiendepot Vergleich durchführen. Die Online-Broker bieten in manchen Bereichen vergleichbare, anderswo sehr unterschiedliche Leistungen. Diese beziehen sich auf den Umfang des Angebots und auf den Preis bei den Orders. Bei hohen Handelsvolumina können sich die Orderkosten teilweise sehr deutlich unterscheiden – um bis zu 40 Euro.

Aktiendepot Vergleich: Welche Kosten entstehen für die Anleger?

Die Kosten für eine Transaktion bestehen aus Gebühren des Brokers (Orderprovision) und weiteren, externen Kosten. Das sind zum Beispiel Börsengebühren, auf welche der Broker keinen Einfluss hat. Mit manchen Emittenten (Banken) schließt ein Broker Sonderverträge für bessere Konditionen ab. Dabei kann es sich auch um befristete Aktionen handeln. Außerdem bieten manche Broker Vieltraderrabatte an, die aber im Aktiendepot Vergleich kaum zu berücksichtigen sind. Schließlich sollen Aktien nicht fortlaufend gekauft und verkauft, sondern eher im Depot gehalten werden. Auch der gewählte Börsenplatz beeinflusst die Kosten. Eine Order an einer ausländischen Börse kostet fast immer mehr als im Inland. Doch schon beim Handel nur an deutschen Börsenplätzen zeigen sich im Aktiendepot Vergleich große Preisunterschiede bei einzelnen Brokern. Ab 10.000 Euro Ordervolumen werden diese Unterschiede sehr deutlich. Bei einigen Discountern lassen sich solche Orders für rund drei bis sieben Euro handeln, bei anderen sind es 25 bis 30 Euro.

Worauf achten beim Aktiendepot Vergleich?

Günstige Gebühren, gute Orderkonditionen und das Leistungsangebot sind entscheidend beim Aktiendepot Vergleich. Die Gebühren eines Aktiendepots gibt es noch bei einigen Filialbanken. Sie fallen völlig unabhängig von der Aktivität des Anlegers an. So könnte es sein, dass Sie bei Ihrer Hausbank ein Aktiendepot eröffnen und allein für diesen Vorgang jährlich 30 Euro zahlen. Bei Online-Brokern gibt es das praktisch nicht. Bei zahlreichen Banken kommt außerdem eine sogenannte Verwahrgebühr hinzu. Diese wird in Prozenten oder Promille vom Kurswert berechnet, es könnte sich beispielsweise um vierteljährlich 1,5 ‰ handeln. Wer bei diesem Preis Aktien für 50.000 Euro ins Depot gelegt hat, zahlt allein für die Verwahrung – unabhängig von Orderkosten oder einer Depotgebühr – jährlich 75 Euro. Anleger sollten stets Broker wählen, bei denen es solche Gebühren nicht gibt. Bei Online-Brokern gilt die kostenlose Depotführung ohne Verwahrgebühr als Standard.

Die Ordergebühren eines Aktiendepots

Wer viel handelt, muss als größten Kostenblock die Ordergebühren hinnehmen. Diese setzen sich aus zwei Teilen zusammen: der Orderprovision und den Fremdspesen.

  • Orderprovision: Hier finden sich signifikante Unterschiede zwischen einzelnen Filialbanken und Brokern. Die Orderprovision entsteht entweder fix (nur bei kleinen Volumina) oder als Prozentsatz vom Ordervolumen. Damit hängt sie von der Höhe der Order ab. Wer Aktien für 8.000 Euro kauft, könnte zum Beispiel einen Provisionssatz von 0,65 % zahlen. Das wären 52 Euro an Orderprovision. Der Provisionssatz bei kleinen Volumina kann bei Discountern nur bei 2,80 bis 7,00 Euro liegen, bei Sparkassen sind es oft 25 bis 29,99 Euro. Kleine Volumina sind oft Orders bis ~1.500 Euro (immer der Kurswert zum Zeitpunkt des Kaufs). Die meisten Anleger kaufen allerdings Aktien in größerem Umfang. Einige Anbieter verzichten inzwischen auf volumenabhängige Orderprovisionen.
  • Fremdspesen: Diese Gebühren sind Kosten für die Ausführung der Order am Handelsplatz. Es handelt sich um Handelsplatzgebühren, Clearinggebühren und möglicherweise eine Maklercourtage, wenn (bei Orders von Filialbanken) ein Makler zusätzlich involviert ist. Diese fremden Spesen weisen Banken und Broker in der Wertpapierabrechnung meistens getrennt aus. Doch das ist nicht selbstverständlich: Teilweise gehen die Fremdspesen in anderen Gebühren unter. Daher sollten Anleger die möglichen Fremdspesen in den AGB einer Bank oder eines Brokers vor der Depoteröffnung studieren.
  • Fondsgebühren: Fondsanleger und -sparer müssen die Konditionen beim Handel von Investmentfonds beachten. Beim Kauf von Fondsanteilen fallen teilweise beträchtliche Ausgabeaufschläge an, sie können fünf Prozent und mehr betragen. Eine Fondsorder über 10.000 Euro würde dann (zusätzlich zu allen anderen Kosten) 500 Euro Ausgabeaufschlag kosten. ETFs allerdings und andere Fonds-Varianten werden mit sehr geringen Ausgabeaufschlägen (unter einem Prozent) und teilweise vollkommen ohne diesen Gebührenanteil gehandelt. Bei Discountern zahlen die Fonds­anleger nur eine fixe, dabei sehr kleine Orderprovision. Fondssparpläne lassen sich bei solchen Anbietern manchmal sogar völlig kostenfrei einrichten. Damit lohnen sich kleine Fondssparraten ab rund 50 Euro.
  • Gebühren für Limits, die Orderänderung oder Auftragsstreichung: Es gibt Banken und wenige Broker, die für ein Orderlimit, eine Orderänderung oder eine Auftragsstreichung Gebühren verlangen. Das gilt als inzwischen als vollkommen unzeitgemäß.
  • Eurexgebühren sind kaum zu vermeiden, sie fallen unter Fremdspesen.
  • Telefonorder: Nicht jeder Anleger ordert beim Broker oder der Bank online. Wenn eine Order aber telefonisch aufgegeben oder geändert wird, kostet das in jedem Fall zusätzliche Gebühren. Manche Anleger, die wirklich nur kaufen und halten wollen, stört das nicht besonders. Sie sollten aber vor einer Aktiendepot Eröffnung diese Gebühren studieren.

Linktipp: Weitereführende Informationen zu Aktiendepots finden Sie auf folgenden Seite:
www.aktiendepot.com
www.brokervergleich.net
www.deutschefxbroker.de

Zusätzliche Leistungen eines Aktiendepots

Es gibt diverse Zusatzleistungen, die für Anleger bei der Einrichtung eines Aktiendepots interessant sind. Zunächst wäre die Kursstellung zu nennen. Nur wenige Banken, aber die meisten Broker bieten Realtimekurse an. Diese stammen sekundengenau von den Börsenhandelsplätzen. Selbstverständlich ist das nicht: Ansonsten sehr vorbildliche Online-Broker mit niedrigen Gebühren und gutem Service patzen gerade an dieser Stelle. Die Kurse werden nur zeitversetzt (15 Minuten verzögert) und manchmal gar nicht zur Verfügung gestellt. Der Anleger kann sich zwar bezüglich des gewählten Wertpapiers auch woanders informieren, da genügend Plattformen die Realtimekurse zuverlässig und kostenlos anzeigen. Doch der Kunde fragt sich, wieso er all die Gebühren bei einer Bank oder einem Broker zahlt, wenn nicht einmal die Kursstellung klappt. Eine weitere interessante Zusatzleistung ist der Wertpapierkredit. Bei einigen Banken und Brokern ist es möglich, ein Wertpapierdepot für ~80 % des Kurswertes zu beleihen. Das eröffnet zusätzliche Handlungsspielräume. Es handelt sich hierbei um einen Effektenlombardkredit, der in manchen Situationen durchaus Sinn macht. Interessant bei den Zusatzleistungen eines Brokers sind auch die möglichen Handelsplätze, die nur das Inland, manchmal nur XETRA, Stuttgart und Frankfurt, in anderen Fällen über 100 Börsenplätze weltweit umfassen können. Wer in großem Stil exotische Aktien aus anderen Ländern handeln will, zum Beispiel die Papiere interessanter chinesischer Unternehmen, sollte auf den Zugriff auf internationale Börsenplätze achten. Natürlich lassen sich auch in Stuttgart und Frankfurt französische, amerikanische oder asiatische Aktien handeln, aber die Auswahl ist sehr eingeschränkt.

OTC Handel

OTC heißt “Over the Counter” und bedeutet, den Handel außerbörslich direkt mit dem Emittenten abzuwickeln. Das ist bequem, billig und geht oft sehr schnell, vor allem aber ist es auch vor der offiziellen Börseneröffnung um 09.00 h MEZ und nach 20.00 h möglich. Für ein Aktiendepot ist der OTC Handel nicht so sehr interessant, Derivatetrader sind aber oft darauf angewiesen. Wer nun aus Gründen seiner privaten Zeiteinteilung zwischen 08.00 – 09.00 h oder 20.00 – 22.00 h handeln möchte, sollte darauf achten, ob sein Broker den OTC Handel ermöglicht. Bei Banken ist er selten anzutreffen. Diese Handelsvariante hat natürlich einen gewichtigen Nachteil: Gehandelt wird nur at market. Der Anleger kauft per Hand das Wertpapier zum aktuellen Kurs. Stop oder Buy Market Orders sind nicht möglich, auch ein Stoploss kann zwar gesetzt werden, er funktioniert aber nur in der Börsenhandelszeit.

Auswahl an Wertpapieren

Bei den meisten Banken und Brokern stehen mehrere Tausend Wertpapiere zur Auswahl. Doch gerade die Anbieter, die nur den Zugriff auf inländische Börsenplätze ermöglichen, haben auch nicht so viele Wertpapiere im Programm. Des Weiteren ist zu beachten, dass ein Aktiendepot etwas anderes ist als das Daytrading mit CFDs oder Optionen. Es geht explizit um Aktien, nicht um Rohstoffe, Devisen oder Derivate jeglicher Natur. Das bedeutet, Anleger suchen oft nach ganz bestimmten Aktien, zu deren Unternehmen sie eine gewisse Affinität aufgebaut haben (zum Beispiel deutsche Automobilkonzerne oder Solarunternehmen) und/oder von denen sie wichtige Nachrichten zur Unternehmensentwicklung verfolgt haben. Wer seinen Fokus auf bestimmte Regionen in der Welt lenkt – hier wird immer wieder das Beispiel China genannt -, muss darauf achten, dass er beim gewählten Anbieter Aktien aus dieser Region in sein Depot aufnehmen kann.

Ordertypen

Erfahrene Anleger kaufen Aktien mit einem gewissen Limit und setzen nach dem Kauf einen Stopploss. Daher spielen die möglichen Ordertypen für den Aktiendepot Vergleich ebenfalls eine Rolle. Limitorders sind ebenso wichtig wie beispielsweise ein Trailingstopp, der dem Kurs nachläuft. Das ist umso wichtiger, als dass ein Aktienanleger nicht täglich oder gar stündlich (wie ein aktiver Trader) den Kurs verfolgen will. Oft schaut er wochenlang nicht hin. Der Stopp soll trotzdem einer positiven Kursentwicklung folgen, um Gewinne nicht zu verpassen und das erste Verlustrisiko nach dem Einstieg sukzessive zu begrenzen. Zu den Ordertypen gehört übrigens auch die Möglichkeit der (kostengünstigen) Teilausführung.

Einlagensicherung für das Aktiendepot?

Das gibt es in Deutschland bei keiner Bank. Gesichert bis 100.000 Euro (nach EU-Recht) oder darüber hinaus durch eine freiwillige Einlagensicherung von Banken sind nur Sichteinlagen: Das sind Spareinlagen mit festem Zinssatz, der zurzeit ungemein niedrig ausfällt. Einige ausländische Broker bieten allerdings auch für Depots und Tradingkonten eine Einlagensicherung. In Zypern sind es 20.000 Euro über den ICF bei von der CySec regulierten Brokern, in Großbritannien bieten manche Broker eine Sicherung bis 50.000 Pfund (rund 70.000 Euro) an.

Fazit zum Aktiendepot Vergleich

Die Gebühren, der Umfang der handelbaren Wertpapiere und die Handelsmöglichkeiten sind die wichtigsten Kriterien beim Aktiendepot Vergleich. Anleger sollten vorab ihre eigenen Prioritäten überdenken.